Montag, 16. September 2013

Wie wirkt sich unsere Körperhaltung auf uns selbst aus?



Liebe Leser, wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht an die Trennung von Körper und Geist glaube. Zumindest nicht an eine strikte Trennung. Immer wieder wird deutlich wie sehr das eine das andere beeinflusst. So sehr beeinflusst, dass wir getrost davon sprechen können, dass es sich um zwei Seiten derselben Münze handelt. Also zwei Blickwinkel auf ein und dieselbe Sache. Uns selbst.

ES-Equilibrium State versucht die Münze im Auge zu behalten und nicht nur eine einzige Seite. Und tatsächlich ist es häufig sehr nützlich, am Körper zu arbeiten, um den Geist zu bewegen. Oder eben umgekehrt. Zu dieser Erkenntnis kommen immer häufiger wissenschaftliche Kollegen, die sich normalerweise eher mit etwas „handfesteren“ Dingen beschäftigen.

Ihr Vortrag war mir schon bekannt und bereits unter der Kategorie „selbstverständlich“ wieder in Vergessenheit geraten. Vor einigen Wochen machte mich jedoch eine Klientin erneut auf Professor Amy Cuddy von der Harvard Business School und ihren sehr schönen Vortrag zum Thema Körpersprache aufmerksam. Da Sie vielleicht nicht zu den über sieben Millionen Menschen gehören, die diesen Vortrag bereits gesehen haben, möchte ich ihn hier noch einmal mit Ihnen teilen.




Kurz zusammengefasst kommt Professor Cuddy zu dem Schluss, dass unsere Körpersprache Einfluss auf unser inneres Befinden hat. Während sich die meisten Körpersprache-Experten damit befassen, wie Mimik, Gestik und unsere Körperhaltung nach außen wirken – also zur externen Kommunikation- forschte Cuddy darüber, wie unsere Körpersprache auf uns selbst wirkt.


"Non-Power-Struktur"?
Sie kam zu dem interessanten Schluss, dass Körperhaltung einen messbaren Einfluss auf unseren Gemütszustand hat. Sogenannte „Power-Posen“ also Körperhaltungen, die offen und raumgreifend waren, ließen den Testosteronspiegel (Dominanzhormon) steigen und verminderten das Stresshormon Cortisol. „Non-Power-Posen“ also Körperhaltungen, die weniger raumgreifend sind und die uns immer mehr in uns zusammen kauern lassen, haben genau den gegenteiligen Effekt. Es ist daher also kein Wunder, dass die Körpersprache mächtiger oder erfolgreicher Menschen deutlich anders ist als die mach- und erfolgloser. Tatsächlich zeigen Führungspersönlichkeiten ein höheres Testosteron- und geringeres Cortisol-Level, was sie risikobereiter und stressresistenter macht. Interessant ist, dass dies nicht angeboren sein muss sondern sich auch bei einem Rollenwechsel – also beispielsweise beim Wechsel in eine Führungsposition – einstellt. 

Cuddy brachte in einem interessanten Experiment Menschen dazu vor einem Bewerbungsgespräch entweder Power- oder Non-Power-Posen einzunehmen. Ob diese Menschen von Hause aus eher dominant oder machtlos waren, war dabei uninteressant. Die jeweiligen Posen wurden absichtlich aber ohne Wissen über die vermeintlichen Auswirkungen von den Probanden für einen definierten Zeitraum vor dem Interview eingenommen. Das interessante Ergebnis: Den Power-Poser wurde signifikant häufiger der Job angeboten.

Professor Cuddy gibt Menschen den Tipp zum Beispiel vor wichtigen Ereignissen bewusst Power-Posen einzunehmen, um so den Hormonhaushalt und die Kommunikation mit uns selbst und mit anderen Menschen positiv zu verändern und mehr Erfolg im Leben zu haben. 

"Power-Struktur"?
Während sie sich mit Körperhaltungen – also bewusst oder unbewusst eingenommenen und zeitlich begrenzten Anordnungen der Körperelemente – beschäftigt, ist mein Arbeitsschwerpunkt die Körperstruktur meiner Klienten. Im Unterschied zu Körperhaltung haben Sie auf Ihre Körperstruktur relativ wenig bis keinen direkten Einfluss. Trotzdem lässt sich die Körperstruktur zum Beispiel durch ES-Body Sitzungen nachhaltig verändern. Interessanterweise beschreibt Cuddy in ihrem Versuch ein Phänomen, dass ich in den letzten acht Jahren häufig bei Klienten beobachten durfte. Mit der Körperstruktur ändern sich Ausstrahlung und Wirkung der Menschen oft ebenso nachhaltig wie der Rundrücken oder die hängenden Schultern. Führt man sich die Versuche vor diesem Hintergrund zu Gemüte, dann ist dieses Ergebnis sehr logisch. Wenn schon das bewusste Verändern einer Körperhaltung (also das Einnehmen einer Power-Pose über einen kurzen Zeitraum) einen so gravierenden Effekt hat, wie sehr muss es sich dann auswirken, wenn man unbewusst und vollkommen automatisch sein Leben in einer „Power-Struktur“ erlebt und lebt? 

Erfreulicherweise haben einige Profis diesen Effekt bereits erkannt. Durch einen glücklichen Zufall arbeite ich seit einigen Jahren häufiger mit Menschen, die als Trainer, Coaches oder Redner ihr Geld damit verdienen, vor Menschen zu sprechen und ihre Körpersprache bewusst für sich arbeiten zu lassen. Diese Profis wissen um den Effekt. Warum sollten Sie diese Möglichkeiten nicht auch für sich nutzen?

Folgen Sie dem Rat von Professor Cuddy und nehmen Sie regelmäßig Power-Posen ein. Ganz besonders, wenn Sie wissen, dass „es darauf ankommt“ und zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch, ein wichtiges Meeting oder das erste Date ansteht. Und vielleicht lassen Sie Ihre Körperstruktur von einem ES-Equilibrium State Practitioner wieder ins Lot bringen und genießen die Wirkung und die Auswirkungen, die sich wie von selbst einstellen ;-)

Bleibt mir nur, Ihnen viel Spaß in Ihrem neuen Leben zu wünschen.

P.S.: Um emotionalen Stress kannst du dich jetzt ganz einfach selbst kümmer.
Hier gibts das ES-Mind Anti-Stress Audio-Programm

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